
Neptun ist Ende März 2025 von den Fischen in den Widder gelaufen. Er überquerte den „kosmischen Spalt“, aus dem das neue Leben eines kommenden Zyklus entspringt. Neptuns Energien entziehen sich unseren rationalen Argumenten und den Versuchen die „Realität“ auf nur eine Sichtweise zu begrenzen. Er zeigt uns die größere Wahrheit und lehrt uns, dass es eine unendliche Vielzahl von Möglichkeiten gibt eine Sache, ein Ereignis zu sehen. Neptun im Widder beflügelt Phantasien und Träume (Neptun) von Kampf und Sieg (Widder). Er weckt die Sehnsucht nach Kraft und Durchsetzung. „Wo ist der Feind gegen den ich antreten kann? “ fragt die Widder-Kraft. „Überall und nirgends“ ist die Antwort Neptuns. So können viele weitere Kriegsschauplätze entstehen oder Konflikte sich lösen. Im Augenblick sieht es jedoch nicht nach Konfliktlösung aus. Auch der aktuelle Angriff Israels auf den Iran entspringt mehr einer Bedrohungsphantasie als klaren Beweisen…
Kriegsbesoffen…
Auf niedrigster Frequenzebene weckt Neptun im Widder die „Kriegs (Widder) – Besoffenheit (Neptun) und die heimliche, hinterhältige Kriegsführung. Z.B. Lügen über die „Bedrohung“ durch andere Nationen. In Europa sollen neue Armeen (Steinbock/Widder) aufgebaut werden. In der deutschen Bevölkerung gibt es bisher glücklicherweise kaum jemanden, der wirklich dafür „brennt“ (Widder), auch wenn inzwischen viel politische Propaganda dafür gemacht wird: Unsere Gesellschaft soll wieder „kriegstüchtig“ werden. Das ist übrigens O-Ton Joseph Goebbels! Mit diesem Begriff schwor er die Deutschen auf Krieg ein. Für „Kriegstüchtigkeit“ engagieren sich in Deutschland heute überwiegend Politiker die in ihrer Jugend den Kriegsdienst verweigert haben.
„Drecksarbeit“
Unser Bundeskanzler äußerte sich zum Überfall Israels auf den Iran mit folgenden Worten: „Er sei dankbar, dass Israel die „Drecksarbeit“ für die westlichen Verbündeten erledige“. In der NS-Zeit wurde der Begriff „Drecksarbeit“ häufig im ideologischen und propagandistischen Sinne verwendet, vor allem in interner Sprache der SS, Polizei und Wehrmacht. Als „Drecksarbeit“ bezeichneten die Nazis besonders brutale, unmoralische oder verbrecherische Aufgaben, die dennoch als notwendig für das „höhere Ziel“ des Nationalsozialismus betrachtet wurden.
Wer sich dafür interessiert welche familiären Wurzeln viele aktuelle deutschen Politier haben, dann lohnt sich der Blick ins „Personen Lexikon des 3. Reichs“ von Ernst Klee. Dort ist nachzulesen wieviele (sehr viele!) Nazigrößen direkt nach dem 2. Weltkrieg wieder in gehobene Positionen kamen. Unbehelligt von jeglicher Aufarbeitung… Ernst Klee selbst schrieb zu seinem Werk: „Die üblichen Lexika sparen NS-Funktionen aus. Oder beenden Lebensläufe 1933, um sie 1945 neu zu beginnen. In dieser Lexikon-Welt gibt es keine Nazis, schon gar nicht im Wissenschaftsbereich. Tausende von Biographien wurden gefälscht …

Wie jetzt die „Kriegsbesoffenheit“ forciert werden soll, zeigt das Foto zu einem Artikel im Berliner Kurier über das Bundeswehr Speed-Programm in Lehnin. Es appelliert direkt an die primitivsten und finstersten Instinkte. Der Historiker Egon Flaig beklagt in 3sat „Kulturzeit“ die „fehlende Opferbereitschaft“ deutscher Eltern ihre Kinder in einen Krieg zu schicken. Eltern sollen und müssen keine „Opferbereitschaft“ zeigen. Mehr dazu auf den Nachdenkseiten.
Erosion von Autorität
Seit der Konjunktion von Saturn mit Pluto im Steinbock Anfang 2020, hat eine Erosion und ein Zerfall von öffentlicher Autorität eingesetzt. Dazu zähle ich nicht nur Politiker sondern auch ihre wissenschaftlichen Berater, auch wenn versucht wird diese Tatsache zu verschleiern. Der geäußerte Machtanspruch (Pluto) stand und steht in keinem Verhältnis zur Fähigkeit Verantwortung (Saturn) für die gefällten Entscheidungen zu übernehmen. Neptun ist das „egal“, gleich-gültig! Wir müssen entscheiden ob wir erneut der Illusion erliegen, die uns verheißt, Frieden durch Krieg zu erreichen. Aus der Perspektive unserer deutschen Geschichte sollten wir sehr weise entscheiden! Kriegsbefürworter und Wohnzimmer-Helden erwachen leider erst dann, wenn es ihnen oder ihren Kindern persönlich an den Kragen geht.
Als Lektüre empfehle ich Erich Maria Remarques Roman „Im Westen nichts Neues“. Und den Kriegsdienst Blocker!

Wasser ist die stärkste Kraft
Neptun – er ist Herrscher im Wasserzeichen Fische – entzieht sich jeglichem Urteil, er umfasst ALLES und löst Grenzen auf. Das ist schwer zu nehmen für die Kraft des Widders, die einen konkreten „Gegner“ besiegen will. Heroische Ziele (Widder) verschwimmen, es gibt keine konkreten Ergebnisse, egal wieviel darum gestritten und gekämpft wird. Die ungestümen Kräfte des Widders laufen ins Leere. Ratlosigkeit und Verunsicherung sind die Folge. Was ich persönlich im Kollektiv und auf der politischen Ebene wahrnehme sind, der Symbolik von Neptun im Widder entsprechend, irrationale und unbegreifliche Aktionen. Die alten Weisheitslehren wussten: Wasser ist letztendlich die stärkste Kraft! Es wandelt sich stetig und siegt, in dem es über alle Hindernisse hinweg fließt. Egal wie viele Heimlichkeiten es gibt, die sich im Stillen ansammeln, wieviele Brandmauern und Verbote noch errichtet werden, das Wasser steigt und der Dammbruch scheint nicht mehr fern.
Folgen der Kriege… Versuche der Heilung. Wir wissen genug!

Schauen wir auf die hoffnungsvollen Entwicklungen die Peter Levine mit seinem „Somatic Experiencing“ in die Welt gebracht hat. Seine Arbeit, die Heilung (Neptun) von Traumata aus Kriegserfahrungen (Widder), war wegweisend. Er erforschte wie die Kriegserlebnisse von Vietnam-Veteranen im Körper und Nervensystem der Soldaten weiterwirken wenn der Krieg längst vorbei ist. Bereits 10 Jahre bevor die „Posttraumatische Belastungsstörung“ per MRT diagnostiziert wurde, hatte Levine seine Erkenntnisse zur Heilung erfolgreich eingesetzt. Heute, mehr als fünfzig Jahre später, hat sich eine große Anzahl trauma-therapeutischer Heilmethoden aus diesen Wurzeln entwickelt. Wer mehr darüber erfahren will, kann dieses Video einer Session von Peter Levine mit einem Vietnam Veteranen ansehen.
Fundierte wissenschaftliche Erkenntnisse über die langfristigen, schädlichen Auswirkungen von Kriegen auf die Gesellschaft finden leider keinerlei Resonanz in der Politik.

Wie kommen wir gut durch diese Zeitqualität? Mischen wir die „Farbe“ Neptuns, weiß-transparent mit der feuerroten Farbe des Widders, so entsteht ein feines, subtiles Rosa! Es ist die Farbe der zarten Liebe und der zarten Gefühle, des universellen Mitgefühls mit allen Wesen. So kann ein sanftes Einschwingen auf neue, heilsame und schöpferische Kräfte entstehen. Neptun löst auf subtile Weise unsere Wahrnehmung der „Realität“ auf und fordert uns gleichzeitig auf für uns Selbst einzustehen (Widder). Langsam, entschleunigt, subtil und in voller Präsenz – wie in der spirituellen Kampfkunst des Tai-Chi – können wir üben friedvoll und bewusst durch diese Zeit zu gehen. Wir können lernen die Kraft von inneren und äußeren Widerständen für uns zu nutzen.
Astrid Wichmann Juni 2025
