
Wenn Saturn – wie zurzeit und noch bis zum Frühjahr 2028 (!) – durch den Widder läuft, fordert uns die Zeitqualität auf innezuhalten bevor wir voranpreschen. Er lädt uns ein zu hinterfragen was die Zeitqualität, unser „Schicksal“ – das zu unserem Heilwerden geschickte – uns aktuell sagen will. Das kann sich zeitweise ziemlich beängstigend und frustrierend anfühlen: Widder will voran und sofort entscheiden, aber Saturn blockiert und verhindert unüberlegte Schritte. Auch bewährte Verhaltensmuster zur Konfliktbewältigung funktionieren nur noch mit äußerster Anstrengung. Wir mögen uns fragen: „Warum funktioniert es nicht mehr wie bisher, was mach ich falsch? Bin ich Schuld?“ Nein, das ist es nicht!
Es geht nicht um Schuld
Saturn kann die alten Mechanismen von „ich will … aber ich darf nicht“ triggern. In der Kindheit blieb uns nichts übrig als die vermeintliche „Schuld“ auf uns zu nehmen und zu glauben wir wären falsch und schlecht. Um das Gegenteil zu beweisen haben wir uns angestrengt um doch noch „richtig“ zu werden. Solche alten Muster fallen uns bei Saturn in Widder auf die Füße. Er zeigt uns Grenzen auf. Grenzen die wir – meist unbewusst – bei uns selbst überschritten haben und die uns das Leben schwer machen. Der Mythos beschreibt ihn auch als „Sensenmann“. Im Tarot taucht er auf als „der Tod“. Er beschneidet was sich überlebt hat und „zu viel“ war und ist. „Keep it simple“, ist sein Motto. Im Tarot wird die Karte Nr. 13 der großen Arkana durchweg positiv beschrieben. Stillstand und Stagnation geben uns Anlass zu fragen und zu erforschen welche Grenzen wir uns selbst setzen und/oder was uns von Außen begrenzt.
Wut oder Gelassenheit ?
Auch zurückgehaltene, kalte (Saturn) Wut (Widder) kann mit dieser Konstellation auftauchen. Diese Wut will uns etwas mitteilen! Wenn wir sie nicht blind gegen uns selbst oder andere Menschen ausagieren, dann hat sie das Potenzial sowohl Kraft als auch Geduld in uns wachsen zu lassen. Dann werden wir klar (Saturn) und entschieden (Widder). Wir lernen mit Gelassenheit innezuhalten und den Rahmen unserer Eigenverantwortung neu abzustecken: Was lässt sich durchsetzen und voranbringen (Widder) und wo gilt es Tatsachen (Saturn) zu akzeptieren.
